Life In Our Hands

B.Braun Melsungen, Melsungen

  • EA 2017
    EA 2017, Film und Video
  • Gold
    Gold

Jurybegründung

Der Film von B. Braun Melsungen motiviert zur Verhaltensänderung. Statt den Zeigefinger zu erheben, wird eine Geschichte erzählt. Gegenwart und Vergangenheit werden dabei gegenübergestellt, was die eindrückliche Wirkung beim Zuschauer noch verstärkt. Der großartige Film geht ans Herz, ohne trivial zu sein, nicht zuletzt aufgrund des hohen Identifikationspotenzials.

Bei B. Braun arbeiten jeden Tag über 60.000 Experten in 63 Ländern daran, Menschenleben zu schützen. Die Geschichte des Unternehmens begann 1839, als Julius Wilhelm Braun eine Apotheke in der nordhessischen Stadt Melsungen erwarb. Nach sechs Generationen ist das Familienunternehmen B. Braun zu einem globalen Konzern gewachsen, der mit seinen Medizintechnik- und Pharmaprodukten sowie seinen Dienstleistungen auf allen Kontinenten vertreten ist. Sein Motto: die Gesundheit von Menschen weltweit zu schützen und zu verbessern. Für B. Braun bedeutet das auch, sich zu engagieren, wenn es um weltumspannende Themen geht. Ein gutes Beispiel für dieses Engagement ist der Film Life In Our Hands, der anlässlich des Welthändehygienetages 2017 produziert wurde.

Dr. Bernadette Tillmanns-Estorf, Senior Vice President Corporate Communications and Corporate Human Resources bei B. Braun, sagt über die Intention des Films: „Händehygiene kann Leben retten. Studien der WHO belegen, dass jährlich Millionen von Infektionen vermieden werden könnten, wenn Ärzte und Klinikpersonal sich die Zeit für die notwendige Händehygiene nehmen würden. B. Braun fühlt sich dem Schutz und der Verbesserung von Menschenleben verpflichtet. Deshalb wollten wir mit einem kurzen Video zum Internationalen Tag der Händehygiene auf dieses Thema aufmerksam machen und eine Geschichte erzählen, die jeden Tag überall so passieren könnte.“

Im Mittelpunkt von Life In Our Hands steht Theresa – eine junge Frau, die sich mit multiresistenten Krankenhauskeimen infiziert hat und daran fast gestorben wäre. Anders als gewohnt zeigt der Film nicht den erhobenen Zeigefinger. Jeannette Fischer, Manager International Marketing Communications bei B. Braun, formuliert das so: „Es gibt bereits zahlreiche Videos über das Thema Händehygiene. Allerdings arbeiten diese meist über Schockeffekte oder eher kontraproduktive Ermahnungen. Wir wollten bewusst einen anderen Weg gehen und haben mit Kirchhoff Consult einen Film entwickelt, der die Zielgruppen emotional und auf Augenhöhe anspricht.“ Einen besonderen Weg geht der Film auch gestalterisch, denn er besteht aus drei Erzählebenen, die miteinander verwoben sind: Voice-over, Bild und Textcharts.

Theresa berichtet, dass sie die Nachricht von ihrer Infektion im Krankenhaus erhielt. In diesem Moment veränderte sich ihr Leben. Die Welt wurde ganz klein, weil sie ihr Bett nicht mehr verlassen konnte. Ihre Kinder fragten sie ständig, wann sie denn aus dem Krankenhaus käme. Und obwohl sie ein optimistischer Mensch ist, raste ihr Herz, wann immer der Arzt in ihr Zimmer trat. Theresa ist der Meinung, dass das Leben über viele kleine Momente verfügt, die wir gar nicht wahrnehmen. Sie fragt den Zuschauer, warum er sich nicht einen kleinen Augenblick Zeit nimmt, um Leben zu retten – und meint damit den Moment der Händedesinfektion.

Während Theresa ihre Geschichte erzählt, sieht der Betrachter die verschiedensten Szenen – ihren Mann und ihre Kinder tobend im Bett, ihre Kinder auf einem Markt, Freunde während einer Zusammenkunft , ihren Hund am See und wieder ihren Mann, der die Kinder nach einem ereignisreichen Tag ins Bett bringt. Nur Theresa ist nicht zu erblicken, obwohl ihre Hände immer mal wieder ins Bild kommen. Dass Theresa eine Krankenschwester ist, wird erst zum Schluss deutlich – sie desinfiziert sich die Hände, die Kamera schwenkt zu einem Spiegel, und der Zuschauer schaut in ihr Gesicht. Die ganz alltäglichen mit der subjektiven Kamera eingefangen Situationen schaffen beim Zuschauer ein hohes Maß an Identifikation. Dramatik entsteht durch die Auflösung am Ende.

Um dem Zuschauer über Theresas Geschichte hinaus zu vermitteln, welche Tragweite mangelnde Hygiene hat, blenden hier und da Zahlen und Fakten ein – „61 Prozent der Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen reinigen ihre Hände nicht im richtigen Moment“, „Jedes Jahr unterziehen sich 313 Millionen Menschen einem chirurgischen Eingriff , 31 Prozent werden von Keimen infiziert“, „16 Millionen Menschen pro Jahr sterben an durch die Gesundheitsversorgung verursachten Infektionen“, „8 Millionen Leben könnten jedes Jahr gerettet werden, wenn sich Arbeitnehmer aus der Gesundheitsbranche an die empfohlenen Handhygienepraktiken halten würden“.

Innerhalb des Films wirbt B. Braun weder für sich noch für Produkte. Lediglich das abschließend eingeblendete Logo macht deutlich, wer für Life In Our Hands verantwortlich ist. Präsentiert wird der Online-Stream auf der eigenen Webseite, auf Social-Media-Kanälen sowie im Rahmen von Vorträgen zum Thema Hygienemanagement.

Webadresse: www.bbraun.de/de/magazin/wenn-das-leben-in-unseren-haenden-liegt.html
Länge: 2:13 Minuten
Technisches Format: Online Stream
Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch
Vertriebskanäle: Online, Messen, Mailing, Veransaltung

Auftraggeber

Unternehmen (Auftraggeber): B. Braun Melsungen AG, Melsungen
Webadresse: www.bbraun.de
Branche: Medizin/Gesundheit
Anzahl Standorte (national): 5 bis 10
Mitarbeiter (national): Mehr als 10.000
Gründungsjahr: 1839

Vorstandsvorsitz: Prof. Dr. Heinz-Walter Große
Senior Project Manager Corporate Archiv & Movies: Dr. Wolfgang Koller
Manager International Marketing: Jeanette Fischer

Kreation

Konzeption: Kirchhoff Consult, Hamburg
Produktion (Film, Funk, etc.): Kirchhoff Consult, Hamburg
Farb- und Tonbearbeitung: Soundbase Studios, Hamburg

Projektteam

Kirchhoff Consult
Borselstraße 20
22765 Hamburg
Deutschland
T
+49 40 609186-0

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