BVG Geschäftsbericht 2015

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin

  • EA 2017
    EA 2017, Geschäftsbericht (Print)

Die Berliner Verkehrsbetriebe wollten weg vom drögen Image eines Unternehmens der öffentlichen Hand. Seit Anfang 2015 arbeiten sie daher konsequent an einem neuen. Werbekampagnen wurden darauf abgestimmt, das Unternehmen als selbstironisch, humorvoll und cool darzustellen; das Dach bot der Hashtag #weilwirdichlieben. In der Stadt wurde der Imagewechsel zur Erfolgsgeschichte. Konsequenterweise rückt die BVG nun auch Look & Feel sowie einzelne Kampagnenmotive in den Mittelpunkt ihres Geschäftsberichts 2015.

„Schöne Bilanz. Haben wir schwarz auf weiß“, heißt es beispielsweise auf der Aufschlagseite des Abschnitts zu Wirtschaftlichkeit. Auf dem doppelseitigen Foto sieht man eine ältere Dame, zierlich, mit weißen Haaren und in weißer Jacke angezogen zwischen zwei bleich geschminkten Gothic-Frauen, die komplett in tiefstem Schwarz angezogen sind.

Es folgt gerade einmal eine Doppelseite mit Kennzahlen: Eine Milliarde Fahrgäste hat das Unternehmen 2015 befördert, die Zahl seiner Abonnenten um 7,2 Prozent erhöht, 180,1 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Dazu ein kurzer Text – das war es an dieser Stelle. Ähnlich sind die anderen Abschnitte aufgebaut: große Fotomotive, weniger Kennzahlen, reduzierter Text.

Formatfüllende Fotos dominieren den 44-seitigen BVG Geschäftsbericht 2015. Die originellen Motive stammen zum großen Teil aus usergeneriertem Content – teils wurden Fotos der Fahrgäste direkt übernommen, teils nachträglich noch einmal fotografiert. Der Textanteil des Berichts wurde bewusst knapp gehalten, um den Duktus der Kampagne nachzuempfinden: witzig, polarisierend und locker. So will die BVG etwa weiter den Anteil weiblicher Angestellter erhöhen.

Auf der entsprechenden Doppelseite heißt es flapsig, aber auf die Zielgruppe zugeschnitten: „Ladys am Lenkrad? Na gerne doch.“

Wer die Details des Geschäftsjahres erfahren will, muss nach dem Herz greifen: Auf der Titelseite (ganz im blauschwarz-roten Camouflage-Muster der U-Bahn-Sitzpolster gestaltet) ist ein kleines gelbes Plastikherz mit BVG Aufdruck eingesteckt. Aus der Lasche gezogen kommt ein USB-Anschluss zum Vorschein – auf dem Herz ist der Konzernlagebericht als PDF-Datei hinterlegt, der auf 74 Seiten ausführlich Auskunft gibt. Daneben ist der gedruckte, kurze Geschäftsbericht als PDF abgespeichert sowie das bekannteste Kampagnenvideo, das sich schnell viral verbreitete: Der Song „Is mir egal“ des (mittlerweile verstorbenen) Comedy-Rappers Kazim Akboga.

Webadresse: www.unternehmen.bvg.de/de/Unternehmen/Medien/Publikation.de
Seitenanzahl: 43
Format: DIN A4
Verarbeitung: Schneiden, Klebebindung, einseitig cellophaniert matt
Papier: Inhalt:170 g/m² Bilderdruck matt PhoeniXmotion xenon FSC Umschlag: 250 g/m2 Bilderdruck matt PhoeniXmotion xenon FSC
Sprachen: Deutsch
Auflage: 1.200
Vertriebskanäle: Mailing, Online, persönliche Übergabe

Auftraggeber

Unternehmen (Auftraggeber): Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Anstalt des öffentlichen Rechts, Berlin
Webadresse: www.bvg.de
Branche: Verkehr
Anzahl Standorte (national): 1
Mitarbeiter (national): Mehr als 10.000
Gründungsjahr: 1929
Nächster Geschäftsbericht: Mai 2017

Vorstandvorsitzende: Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Dr. Sigrid Evelyn Nikutta
Personal: Dirk Schulte
Finanzen: Henrik Haenecke

Kreation

Konzeption: GUD.berlin, Berlin

Projektteam

GUD.berlin
Chausseestraße 18
10115 Berlin
Deutschland
T
+49 30 7556999-0

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