Elbphilharmonie: Architektur im Flug

Hamburg Marketing, Hamburg

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    Grand Prix Integrierte Unternehmenskommunikation, Silber

Jurybegründung

Die spektakulären Eindrücke aus der Hamburger Elbphilharmonie haben überzeugt und Vorfreude entfacht, wo vorher viel Frust war. Dieser Wandel konnte nur mit einer innovativen Idee gelingen, die die Menschen erreicht und mitreißt. Die außergewöhnlichen Aufnahmen des neuen Hamburger Wahrzeichens machen die Architektur aus ungeahnter Perspektive erlebbar und begeistern.

An dieser Entwicklung hat die innovative Kommunikationsstrategie mit „Hilfe von oben“ erheblichen Anteil. Zwei Race-Drohnen haben derart spektakuläreAufnahmen gemacht, dass Architektur- und Musikliebhaber unglaubliche Einblicke in das entstehende Bauwerk gewinnen konnten. Unter dem Motto „Architektur im Flug“ standen im ersten Schritt auf der Internetseite der Elbphilharmonie die Flugobjekte Rock und Roll am Start. Seitenbesucher konnten mit den beiden Drohnen um den Neubau auf dem ehemaligen Kaispeicher um die Wette fliegen. Sie konnten sich zwischen Sturz-, Rund- und Kunstflug entscheiden, mal eben die Nachbarschaft erkunden oder direkt auf die „Elphi“ zufliegen. Dabei brachten kurze Zwischenstopps neue Erkenntnisse, was in und um das Gebäude herum entsteht. Mit einem Klick erfuhren die Besucher, dass im 1875 errichteten Kaispeicher sogar noch bis in die 1990er-Jahre Tabak, Kakao und Tee gelagert wurde. Nun befinden sich dort die Musikvermittlung sowie ein kleiner Konzertsaal.

Die knappen, anschaulichen Texte gehen pointiert auf Besonderheiten ein, besonders auf die verspiegelte Außenfassade und das Dach der Elbphilharmonie.

Denn beides beeindruckt mit ungewöhnlichen baulichen Konzepten, die sich ideal in die Stadtgeschichte einfügen. Die Drohnen zeigen das auf unnachahmliche Weise, da sie den schimmernden Pailletten der einzigartigen Dachkonstruktion und der Glasfassade mit ihren 1.000 einzelnen Elementen und den reflektierenden Punkten unbeschreiblich nahekommen. Darüber hinaus setzen die Aufnahmen das neue Wahrzeichen immer in Bezug zu Hamburg, da im Rundflug die Einbettung der Elbphilharmonie in die Stadt deutlich wird. Durch die Lage zwischen Hafen und Speicherstadt präsentiert sich die Philharmonie als kulturelles Bindeglied, das den Charakter der Hansestadt aufgreift.

Im zweiten Schritt wurden – lange vor dem offiziellen Termin – die Türen geöffnet. Die Drohnen Slow und Motion starteten zum Erkundungsflug ins Innere des Konzerthauses. Mit einem Klick auf der Tastatur oder mit dem Smartphone ließ sich der Flug beschleunigen oder verlangsamen. Gemächlich oder pfeilschnell flogen die digitalen Kameras durch die Tube mit der 82 Meter langen Rolltreppe auf die Plaza. Sie sahen sich im Foyer um und gelangten bis ins Herzstück: den Großen Saal. Wechselnde Perspektiven, Detailaufnahmen und Totalen zeigen die unglaublichen architektonischen Leistungen, die in diesem Haus stecken. Die unverwechselbare Silhouette verändert das Hamburger Stadtbild und schaff t auch im Innern markante, mitunter gewagte Formen, die zu einem ungewöhnlichen Raumerlebnis werden. Die gesamte Architektur dient einzig dem perfekten Klang. Wie sich dieser Anspruch in Oberflächen, Strukturen, Linien und Anordnungen widerspiegelt, zeigen die Bilder. Dabei vermitteln sie eine Exklusivität, die jeden Betrachter mit Ehrfurcht erfüllt. In jedem leeren Saal scheinen die Ränge, die Bühne, die Mikrofone, der gesamte Raum nur auf den ersten Ton und die Besucher zu warten.

„Mit dem interaktiven Drohnenspecial wollten wir Architektur auf ganz neue Art und Weise inszenieren und bis dato vollkommen ungesehene Bilder und Perspektiven der Elbphilharmonie zeigen. Von außen und innen. Das dabei produzierte Bewegtbildfootage stellten wir außerdem den nationalen und internationalen Medien zur Verfügung, die es dankbar in ihre eigene Berichterstattung über die Eröffnung von Hamburgs neuem Konzerthaus einsetzten“, so Kai Heuser, Executive Creative Director von Jung von Matt.

Die spektakulären Aufnahmen der Elbphilharmonie wurden zum zentralen digitalen Baustein der Kampagne „Die längste Ouvertüre aller Zeiten“. „Mit sehr gezielten emotionalen Erlebnissen haben wir die Menschen Schritt für Schritt zurückgewonnen und sie wieder für „ihre Elphi“ begeistert. Mithilfe unserer Drohnen ist die Elbphilharmonie tatsächlich ein Konzerthaus für alle geworden“, sagt Heuser. Jederzeit und allerorten konnten Menschen zu Rundflügen um und in das Gebäude abheben – und haben das auch getan. Insgesamt verzeichnete die Webseite der Drohnenflüge gut 500.000 Besucher und 5,7 Millionen Video-Views. Mehr als eine Million Menschen nutzte die Gelegenheit zum Drohnenflug. Die meisten haben sich dabei in diese Kathedrale der Töne verliebt –so wie die Hamburger.

Art der Anwendung: Browseranwendung, Microsite, App
Funktionalität: Interaktiver Drohnen-Flug um die Elbphilharmonie herum und hinein ins Gebäude
Zielgruppe: Allg. Öffentlichkeit und Architekturfreunde
Webadresse: www.elphi.me/drones www.elphi.me/slowmo
Sprachen: Deutsch, Englisch
Durchschnittliche Einzelbesuche/Monat (Unique Visits); für Apps: Anzahl der Downloads: 72.000
Häufigkeit Updates / Aktualisierungen: Keine
Interaktive Technologien: Auswahl einer Drohne, Steuerung der Richtung per Klick und Geschwindigkeit per Tastendruck bzw. Displayberührung
Plattform: Android und iPhone

Auftraggeber

Unternehmen (Auftraggeber): Hamburg Marketing GmbH, Hamburg
Webadresse: www.marketing.hamburg.de
Branche: Stadtmarketing
Anzahl Standorte (national): 1
Mitarbeiter (national): Mehr als 20
Gründungsjahr: 2004

Vorsitzender des Aufsichtsrates: Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: Olaf Scholz
Vorsitzender: Dr. Rolf Strittmatter
Geschäftsführer: Michael Otremba
Bereichsleitung Übergreifendes Marketing: Svenja Holst-Runge
Projektleitung: Silke Sprätz

Kreation

Konzeption: Jung von Matt, Hamburg
Umsetzung: Jung von Matt, Hamburg
PR-Lead International: achtung!, Hamburg

Projektteam

Jung von Matt
Glashüttenstraße 38
20357 Hamburg
Deutschland
T
+49 40 4321-0

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