Musik verbindet

Als eine Studie beweist, dass Hunde einen eigenen Musikgeschmack haben, entsteht für den Tierschutzverein München e. V. »Adoptify«: eine Initiative, die Tierheimhunde und Herrchen bzw. Frauchen mit demselben Musikgeschmack zusammenbringt. Die Musikvorlieben der Vierbeiner wurden getestet, und Spotify-Usern wurden in Video-Bannern Hunde passend zu ihrem Musikgeschmack vorgeschlagen. Ob Hunde einen besseren Musikgeschmack haben, weiß Hans-Peter Sporer, Geschäftsführer Kreation Serviceplan Campaign X.

EF: Wie entstand die Idee? Mit welcher Aufgabenstellung ist der Tierschutzverein München auf Sie zugekommen?
Hans-Peter Sporer:
Der Tierschutzverein München e. V. verwaltet eines der größten Tierheime Europas. Hunderte von Hunden warten auf ein neues Zuhause – manche schon Jahre lang. Deshalb war eine Kampagne gefordert, die das Interesse an Adoptionen steigert und Menschen dazu bewegt, ihren Traumhund nicht beim Züchter zu suchen, sondern im Tierheim. Als eine Studie bestätigte, dass Hunde einen individuellen Musikgeschmack haben, nutzten wir diese Erkenntnis und kreierten »Adoptify« – die erste Hundevermittlung durch Musik.

Was waren die größten Herausforderungen bei der Umsetzung? 
Anders als bei uns Menschen, kann man einen Hund nicht einfach nach seinem Musikgeschmack fragen. Deshalb mussten wir das Verhalten und die Körpersprache der Hunde studieren, um herauszufinden, welche Genres sie gerne hören. Manche reagierten sehr stark auf bestimmte Arten von Musik – andere eher weniger. Tierheimhunde sind sowieso speziell, weil sie oft eine schwierige Vorgeschichte haben und es länger dauert, bis sie sich in einer Testsituation wohlfühlen können. 

Tiere gehen immer und überall. Aber hier begegnet uns die richtige Idee am richtigen, digitalen Ort. Und ist dabei doch unerwartet und dadurch effektiv. Liebevoll und passend zum Kanal umgesetzt.

Haben Hunde einen besseren Musikgeschmack als wir Menschen?
Besser nicht unbedingt, aber mindestens genauso schräg. Wenn das Frauchen auf Helene Fischer steht und der Hund dazu mit jaulen kann, dann sind am Ende alle glücklich. Und das ist das, was zählt.

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