Nachts im Baumarkt

Zu einem großartigen Baumarkt gehört nicht nur ein riesiges Sortiment, sondern auch ein großartiger Service. Bei HORNBACH sind das die HORNBACH Möglichkeiten. Holzzuschnitt, Transport-/Maschinenverleih, Reservieren und Abholen, Farbmischservice zählen zu den angebotenen Services, denen im Film »Möglichkeiten« ein szenisches Denkmal gesetzt wird. Über den HORNBACH-Unterschied sowie Jetlag beim nächtlichen Dreh im heimischen Baumarkt haben wir mit HEIMAT, Berlin Gründer Guido Heffels gesprochen.

EF: Wie entstand die Idee rund um den sehr ikonischen und geheimnisvollen Stil der Kampagne? 
Guido Heffels: Die Idee basiert letztlich auf der Komplexität des HORNBACH Produkt- und Serviceangebots, prinzipiell ein Horrorbriefing. Wenn man aber genauer hinschaut, merkt man, dass das alles nur miteinander funktioniert – immer im Dienst eines gelungenen Projekts. „Alles da, was mein Projekt braucht, garantiert zum günstigsten Preis? OK, aber was bringt es mir, wenn ich es nicht nach Hause bekomme? Und kriege ich das, was über ist, dann problemlos umgetauscht?"

Die Kampagne basiert auf Kausalketten als Gegenentwurf zur üblichen 1 Service – 1 Spot-Mechanik. Nur das vermochte inhaltlich den HORNBACH-Unterschied darzustellen. Aber auch formal mussten wir natürlich HORNBACH sein. Darum haben wir mit dem Regisseur Andre Maat lange an der an das Theater angelegten Inszenierung gearbeitet. Die Darreichung der Produkte, das punktuelle Licht, die Menschen, Kamerabewegungen. Eine wirklich tolle Zusammenarbeit.

Ein HORNBACH Film, der ausnahmsweise mal kein Projekt zeigt, sondern über die zahlreichen Serviceleistungen spricht, dabei im Baumarkt selber spielt und sehr konkret über die Vielzahl an HORNBACH Leistungen inszeniert. Funktioniert – weil er mit viel Liebe zum Detail gemacht ist in der typischen HORNBACH Tonalität, so dass er auch beim nochmaligen Ansehen nicht langweilig wird.

Nina Rieke, Strategy Consultant

Welche ungewöhnlichen Situationen entstehen beim Dreh in einem dunklen und leeren Baumarkt?
So ein Dreh gibt einem das zeitliche Gefühl in Australien zu drehen, denn verständlicherweise konnten wir nur nachts umbauen, aufbauen und drehen. Mit dem Verabschieden des letzten Kunden kamen wir herein und verließen den HORNBACH Baumarkt in Berlin-Neukölln mit dem Eintreffen der ersten Kunden. Das geht ganz schön an die Substanz, gerade weil der Dreh über vier Tage ging. Da leidet man am Jetlag im eigenen Land. Zusätzlich muss man wissen, dass es ja insgesamt etwa 15 Fassungen für alle HORNBACH Länder gibt, mit individuellen Szenen, die teils nur für ein Land gedreht wurden. Das bedeutete gerade für das Art Department eine logistische Mammutaufgabe. Absolute Hochachtung davor.

Was war Ihr letztes Heimwerker-Projekt?
Den Dachgarten in winterfesten Zustand bringen. Von den Pflanzen bis zur Bewässerungsanlage.

Megaphon Award in Bronze (Film/Spot)

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HORNBACH Baumarkt, Bornheim

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