TELEKOM EMOTIONAL CHAIRS

Ein Büro-Stuhl wird oft auf seine reinen Funktionalitäten reduziert. Dabei kann er noch ganz anders funktionieren: Er kann zu einem positiven Symbol für anstehende Veränderungsprozesse werden.
Wir entwickelten Stühle, die nicht mehr nur auf ihre reine Funktionalität reduziert sind, sondern Kristallisationspunkte einer neuen Unternehmenskultur darstellen.
Ein Stuhl ist … kein Stuhl … ist kein Stuhl ... ist kein Stuhl …
Was es mit den TELEKOM EMOTIONAL CHAIRS auf sich hat berichtet Andreas Geyer, Creative Director und Mitinhaber von ORANGE COUNCIL.

EF: Woraus ist die Idee zu der Arbeit entstanden?
Andreas Geyer: 
Die Arbeiten zu „Emotional Chairs“ entstanden innerhalb eines mehrstufigen Projektes zur Neugestaltung der Telekom-Zentrale in Bonn. Im Kern geht es um NEW WORK, also um die neuen Anforderungen, die sich Unternehmen vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Globalisierung und dem War-Of-Talents zu stellen haben. 
Grundidee ist, ein sehr archaisches Objekt auszuwählen, dessen Funktionalität offenbar eindeutig und für alle Zeiten klar definiert zu sein scheint. Ein Stuhl ist solch ein Objekt. ORANGE COUNCIL und das Künstlerkollektiv FREETERS konzipierten und gestalteten daraus emotionale Objekte, die nicht nur das Gegenteil beweisen, sondern die vor allem zum Nachdenken über das eigene Handeln im Rahmen von NEW WORK anregen sollen. Oder ganz knapp formuliert: Ein simpler Stuhl wird zum Kristallisationsobjekt.

Welche Faktoren sprechen aus Ihrer Sicht für den Erfolg der Arbeit?
Das anfangs kleine Pilot-Projekt hat sich zu einem Gesamtprojekt über mehrere Jahre und Bauabschnitte entwickelt. Das zeigt ja an sich schon, wie gut die Arbeiten intern angenommen wurden. Dass die Materialien für die Objekte aus den Unternehmens eigenen Archiven gemeinsam mit Mitarbeitern ausgewählt wurden, wirkt in diesem Zusammenhang natürlich zusätzlich Identitäts stiftend. Auch außerhalb des Unternehmens haben die entstandenen Bilder und Stories erhebliches Multiplikations-Potential entwickelt. So wurde nicht nur in den den Medien intensiv darüber berichtet, sondern es ist ein fast 200 Seiten starkes Buch mit dem Titel „ICU“ dazu entstanden. Für alle, denen KPIs wichtig sind, gibt es Ergebnisse aus vorangegangenen sehr ähnlichen Projekten: Mitarbeiterzufriedenheit, Weiterempfehlungs-Potential und die Zahl der Bewerber konnten dort maßgeblich gesteigert werden. Das macht das gesamte Team schon ein wenig stolz.

Gab es einen Moment im Verlauf des Projekts, an den Sie sich gern zurückerinnern? 
Bernhard Zünkeler, einer meiner Partner und auch die Künstler, die an den Projekten arbeiten, erzählen gerne von den Momenten, in denen ausrangierte Gebrauchsgegenstände im wahrsten Sinne des Wortes „gerettet“ werden. Aus dem Schrott in den Unternehmens-Archiven entstehen „neue Stars“ mit neuen Bedeutungen und völlig neuen Funktionen. Ich persönlich finde, dass ist ein sehr schönes Bild, wie aus Kreativität, ganz viel Herzblut  in einem interdisziplinärem Team, auch mit vermeintlich geringem Material-Einsatz etwas Besonderes entsteht, das hoffentlich ganz viele Menschen zu neuem Denken bewegen kann. 

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Deutsche Telekom AG – GSUS – Real Estate Management, Köln

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